Wissenswertes



Was sind Biosphärenreservate?


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Höhleneingang

Auf der ganzen Welt gibt es Biosphärenreservate, die von den Vereinten Nationen ausgewählt werden. In diesen Gebieten soll nicht nur die Natur geschützt werden, sondern auch gemeinsam mit den dort lebenden und arbeitenden Menschen eine Möglichkeit gefunden werden, wie das Land  und seine natürlichen Schätze wie Pflanzen, Tiere und Rohstoffe genutzt und zugleich bewahrt werden können. In 109 Ländern der Welt gibt es insgesamt 564 Biosphärenreservate, von denen 16 in Deutschland sind.

 

 



Und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz?


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Offenland

Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz liegt in Sachsen-Anhalt und besteht aus ganz unterschiedlichen Landschaften: Große Buchenwälder vom Auerberg bis an den Rand der Goldenen Aue, Streuobstwiesen, Äcker, Wiesen und Weiden. Etwas Besonderes ist die Karstlandschaft, die dem Biosphärenreservat seinen Namen gibt. Aus dem Gestein des Bodens, das aus Zechsteinablagerungen und wasserlöslichen Gesteinen besteht, entstanden durch die Einwirkung von Regen, Sonne, Wärme und Kälte über Jahrmillionen – und heute noch – ungewöhnliche Geländeformen. Dazu gehören sogenannte Dolinen, Erdfälle, Bachschwinden und Höhlen. Was das genau bedeutet, könnt ihr in unserer Ausstellung in Roßla erfahren. In dieser Landschaft sind wertvolle Lebensräume für viele manchmal vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere erhalten geblieben, und alles zusammen ist so wertvoll und einmalig, dass es unbedingt geschützt werden muss.

Kupfer, Eisen, Silber: Bergbau seit über 1000 Jahren

Als die Menschen Im Boden Gesteine entdeckten, die Kupfer, Eisen und Silber enthalten, begannen sie mit dem Bergbau und der Verarbeitung der gewonnenen Erze. Der Bergbau hatte besonders großen Einfluss auf die Kulturlandschaft, und wenn man genau hinsieht, kann man heute noch viele alte Schächte und Stollen, Schlacken- und Schachthalden sehen.  Zwischen Hainrode und Pölsfeld gibt es die kleinen „Familienhalden“, die zeigen, wo früher Bergbau betrieben wurde – heute stehen meistens Bäume darauf. Im 18. Jahrhundert machte der Bergbau die Menschen recht wohlhabend, und darum bauten sie ihre Dorfkirchen so schmuckvoll aus, wie man es in der Zeit des Barock gern tat.



Tierwelt - Störche


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Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz ist aber nicht nur wegen der Kulturlandschaft schützenswert, sondern auch, weil es Lebensraum für viele verschiedene und teilweise sehr seltene Tierarten ist. Wegen des besonderen Klimas und der ungewöhnlichen Landschaft gibt es beispielsweise Insektenarten, die Wärme brauchen und deshalb eigentlich ihre Lebensräume in Süd- und Südwesteuropa haben. Manche der vom Aussterben bedrohten Insektenarten, die hier vorkommen, habt ihr vielleicht schon einmal gesehen, wie den Hirschkäfer und den Schwalbenschwanz – das ist ein Schmetterling.



Feuersalamander, Siebenschläfer, Ringelnatter, Gestreifte Quelljungfer, Eulen


feuersalamander.jpg Siebenschlaefer.jpg ringelnatter 006.jpg gestreifte quelljungfer.jpg junge-Waldohreulen.jpg hirschkaefer.jpg


Wildkatze, Fledermaus, Frosch und viele mehr


Die Karstlandschaft bietet aber auch größeren Tieren ein Zuhause, zum Beispiel der Wildkatze, die in den Wäldern umherstreift, und gleich 19 verschiedenen Arten von Fledermäusen, die in den vielen Höhlen leben und nur nachts auf die Jagd gehen.  In manchen Höhlen könnt ihr die schlafenden Fledermäuse von der Decke hängen sehen, oder ihr nehmt an einer Nachtexkursion teil. Wir kümmern uns auch um kranke und verletzte Fledermäuse, die nicht mehr fliegen können. Außerdem gibt es im Biosphärenreservat seltene Amphibien und Reptilien: Geburtshelferkröten und verschiedene Frösche, Feuersalamander, Eidechsen und Ringelnattern.
 

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