Umweltbildung



Spurensuche war erfolgreich


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Zu der bereits traditionellen winterlichen Spurensuche hatten Karin Rost, Franziska Kühne und Andreas Otto von der Verwaltung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz eingeladen. Angesprochen waren hauptsächlich die Ferienkinder im Schulstandort Roßla. So starteten am Dienstag bei leicht winterlichen Temperaturen, leider ohne Schnee, Schülerinnen und Schüler mit Elternteilen vom Treffpunkt am Schloss aus, um nach Tierspuren in der Landschaft zu suchen.
„Wieso sind die Blätter der Brombeeren noch grün“, war eine der Fragen der Mitarbeiter des Biosphärenreservats. Wer in der Junior-Ranger-Ausbildung gut aufgepasst hatte, wusste natürlich die Antwort darauf. Auf diese Weise versorgt die Natur die Waldtiere bei hohem Schnee mit Futter. Erst mit Ausgang des Winters, wenn der Boden wieder frei ist, verlieren die Pflanzen ihre Blätter. Die Amseln nutzen die an den Bäumen verblieben Äpfel als Nahrung. Ein Tipp für zu Hause: Ausgelegte Äpfel im Garten werden von den Vögeln gern angenommen. Auch die Fichtenzapfen gehören zu den Futterquellen. Sie versorgen Mäuse, Eichhörnchen und Spechte. Die Tiere entfernen dabei die Schuppen, um an die kleinen Samenkörner heranzukommen. Dabei hinterlassen sie ein ganz spezielles Fraßbild, die Mäuse z. B. nur eine kahle Spindel. Die Spechte dagegen klemmen den Zapfen in einen Spalt in der Borke und picken mit dem langen Schnabel die Körner heraus. Das äußere Zeichen einer solche „Spechtschmiede“ sind ganze Haufen von leer gefressenen Zapfen. Karin Rost demonstrierte den Kindern vor Ort, wie das die Vögel bewerkstelligen.
Den Kindern bleiben die sehr interessanten Stunden in der Winterlandschaft gern in Erinnerung. Bewegung an der frischen Luft und dabei auch noch das eine oder andere gelernt. So machen die Ferientage natürlich doppelten Spaß.