Vorhaben S-KY in Stolberg präsentiert Tourismus im Südharz soll länderübergreifend belebt werden

Der Tourismus im Südharz soll länderübergreifend belebt werden. Das ist das Anliegen des Tourismuskonzeptes mit der Bezeichnung S-KY (Südharz – Kyffhäuser), das am 23.06.2017 in Stolberg (Harz) im Beisein der Wirtschaftsminister aus Thüringen und Sachsen-Anhalt von der Standortmarketing-Gesellschaft des Landkreises Mansfeld Südharz präsentiert wurde.

Das Vorhaben bezieht sich u. a. auf Orte im Landkreis Mansfeld-Südharz, die im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz liegen. Es setzt bewusst daran an, dass die reizvolle Natur- und Kulturlandschaft in der Gipskarstregion und die Buchenwälder um Stolberg (Harz) Touristenmagnete sind. Die Region und die im Tourismus tätigen Unternehmen sollen vor allem die Angebote für Tages-, aber vor allem für Übernachtungstouristen ausbauen. Als Weg dafür werden Investitionen in die eigenen Unternehmen gesehen, um bestehende und neu zu schaffende Angebote attraktiver zu gestalten. Damit wird auch einem Anliegen aus dem Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz Rechnung getragen, dem sich nun vor allem die Standortmarketing-Gesellschaft und Unternehmer aus der Region stellen wollen. Ein Regionalmanager soll den Unternehmen bei den Investitionsvorbereitungen zur Hand gehen und sie beraten.   

Das Anliegen wird durch das Land Sachsen-Anhalt begrüßt und unterstützt. Sowohl das Wirtschaftsministerium und die Investitionsbank Sachsen-Anhalt als auch das Umweltministerium und die Biosphärenreservatsverwaltung sind am Prozess beteiligt.
 

Urlaub im Südharz



Natur, Kultur, Geschichte


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Haselbach

Der Harz mit all seinen Facetten ist als Urlaubsparadies für Groß und Klein deutschlandweit und darüber hinaus bekannt. Die Südharzer Karstlandschaft dagegen, dem altehrwürdigen Gebirge unmittelbar vorgelagert, ist immer (noch) ein Geheimtipp für Touristen. Dabei hat sie alles zu bieten, was Wanderurlauber, Naturliebhaber, Familien oder Kunst- und Geschichtsinteressierte sich für die schönsten Wochen des Jahres wünschen. Und dies ist hier alles so komprimiert, dass auch ein Wochenende zu einem bunten und spannenden Erlebnis zu jeder Jahreszeit werden kann.

 

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Feld mit Klatschmohn

Im Frühjahr locken die schier unendlichen Teppiche von Buschwindröschen, das frische Grün der weiten Buchenwälder und die blühenden Obstbäume. Wohin das Auge blickt, man kann sich nicht satt sehen. Der Sommer lädt zum Wandern oder Radeln zwischen Feldern voller Kornblumen und Klatschmohn sowie zu kleinen Altbergbauhalden ein, die sich die Natur langsam wieder zurückerobert. Wird es zu heiß, taucht man ab in die kühlen Wälder, wo Bachschwinden und Dolinen von den Rätseln der Karsterscheinungen künden. Rotgoldene Blätter im Herbst, eine winterliche Schlittenfahrt durch die verzauberte Bergwelt – romantischer geht es nicht.



Kultur und Geschichte


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Die Queste

Wer auf historischen Pfaden wandelt, findet Burgruinen inmitten dunkler Wälder und Zeugen uralter heidnischer Bräuche wie die Queste bei Questenberg. Allerorten weisen Spuren des Bergbaus auf eine jahrhundertelange wirtschaftliche Nutzung hin, besonders beeindruckend unter Tage zu erleben im Schaubergwerk in Wettelrode. In längst vergangene Zeiten fühlt man sich auch in der wunderschönen Fachwerkstadt Stolberg zurückversetzt. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Jahren viel getan, um ihre Stadt in neuer alter Schönheit erstrahlen zu lassen. Genauso ist es in idyllischen Dörfern wie Hainrode, Questenberg, Drebsdorf, Großleinungen, Morungen und Uftrungen, die sich überall ringsum harmonisch in die Landschaft einfügen und mit liebevoll gepflegten Bauerngärten und Viehkoppeln Ruhe und Harmonie ausstrahlen.

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historische Postkutsche

Allen, die es turbulenter mögen, liegt die Rosenstadt Sangerhausen direkt zu Füßen mit der größten Rosensammlung der Welt und einer lebendigen historischen Innenstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Auch die Kyffhäuserregion liegt direkt vor der Haustür, und selbst Halle an der Saale mit seinen schier unendlichen Kulturangeboten und seinen vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten ist für einen Abstecher schnell zu erreichen. In geschichtsträchtigen Harzstädten wie Quedlinburg oder Wernigerode ist man in weniger als einer Stunde.



Natur erleben


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Weg mit Obstbäumen

Zurück in der Natur finden sich zahlreiche Gelegenheiten, die eigentümliche Landschaft mit ihrer reichen Pflanzen- und Tierwelt zu bestaunen. Ob in der Heimkehle, einer der größten Gipskarsthöhlen Deutschlands, oder den gut ausgebauten und mit vielen interessanten Schautafeln versehenen Karstwanderweg entlang, der sich über drei Bundesländer erstreckt – überall sind interessante Entdeckungen zu machen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn wo sonst ragt weißes Gestein direkt am Wegesrand aus dem Waldboden, bedeckt als „Himmelsmehl“ Quellkuppen, funkelt als Kristall in Höhlen oder wächst als Alabasterknolle in den Felswänden? Der Südharz lädt ein, den Zauber der Karstlandschaft zu entdecken, wie den episodischen See „Bauerngraben“: Mal ist er Erbsenacker, mal Fischteich.

 

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In der Schauhöhle Heimkehle

Neugierig? Ein Besuch könnte alle Fragen beantworten – die Region lockt mit einem reichhaltigen Übernachtungsangebot und deftiger Hausmannskost. Den Harzern sagt man zwar nach, ein recht stures Völkchen zu sein, die Südharzer aber verbinden das mit besonderer Naturverbundenheit und Gastfreundschaft. Überzeugen Sie sich selbst.