Naturerscheinungen im Biosphärenreservat

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Der Bauerngraben - ein "episodischer See"




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Der Bauerngraben ist die größte Bachschwinde im Südharzer Gipskarst. Etwa 3km nördlich von Roßla liegt diese 10 bis 15m tiefe, rund 350m lange und 100m breite Senke. Hier trifft der aus dem Harz her fließende Glasebach auf den Gipskarsthöhenzug, das Wasser des Baches reagiert mit dem Gipsgestein und laugt dieses aus. Dadurch hat sich ein eindrucksvoller 60m hoher Steilabfall gebildet, der durch die andauernde Auslaugung ständig nachbricht. Wenn die Schlucklöcher, in denen das Wasser des Glasebaches unterirdisch weiterfließt, verstopft sind, bildet sich durch den Rückstau ein See. Die weitere Auslaugung „spült“ die Schlucklöcher in einem längeren oder kürzeren Zeitraum wieder frei, das Wasser kann abfließen und das Seebecken fällt trocken.

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Die Umgebung des Bauerngrabens ist mit alten Laubwäldern bestanden, die als Teil der Kernzone des Biosphärenreservates aus der Bewirtschaftung genommen sind. Wanderer auf dem Karstwanderweg umrunden den Bauerngraben und haben dabei eine hervorragende Aussicht auf das Seebecken.