Regionalentwicklung



Nachhaltige Landwirtschaft


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Im Leinetal

Im Vordergrund des UNESCO – Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ stehen die nachhaltige Entwicklung und der Schutz der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft. Eine Aufgabe des Biosphärenreservats ist es daher, mit verschiedenen Partnern regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die Beratung der Landwirtschaftsbetriebe zur Förderung einer dauerhaft umweltgerechten Landbewirtschaftung. Die ausgedehnten und landschaftsprägenden Streuobstflächen etwa sind ein Charakteristikum der Kulturlandschaft im Südharzvorland, das dauerhaft nur durch Nutzung erhalten werden kann. Deshalb suchen wir gemeinsam mit den Eigentümern, dem Landschafts- und Streuobstpflegeverein in Tilleda und dem im benachbarten Thüringen liegenden Naturpark Kyffhäuser Wege zur Verwertung und Vermarktung des Obstes – ein Beispiel hierfür sind die Südharzer Obsttage. Im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) der ehemaligen Landkreise Mansfelder Land und Sangerhausen, dem jetzigen Landkreis Mansfeld-Südharz, wurde der Südharzer Regionalmarkt ins Leben gerufen. Die Verwaltung des Biosphärenreservats hat die Etablierung dieses Marktes unterstützt, um heimischen Qualitätsprodukten bessere Vermarktungschancen zu eröffnen.

Wesentliches Merkmal eines Biosphärenreservats ist die Förderung regionaler Markenzeichen. Da das Gebiet des Biosphärenreservats hierfür zu klein ist, soll gemeinsam mit den Naturparken Harz und Kyffhäuser die Regionalvermarktung über ein Gesamtkonzept erfolgen. Als gemeinsames Markenzeichen bietet sich wegen seiner überregionalen Bekanntheit und Anziehungskraft das Markenzeichen „Typisch Harz“ an.



Handwerk und Gewerbe


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Regionalmarkt in Sangerhausen

Ein weiteres wichtiges Anliegen neben der Landwirtschaft ist die dauerhaft umweltgerechte Entwicklung des sekundären Wirtschaftssektors, also des regionalen Handwerks und Gewerbes. In enger Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und den Kommunen gilt es, dem Vorurteil entgegenzutreten, Naturschutz und wirtschaftliche Tätigkeit schlössen einander aus. Das Gegenteil ist der Fall: Um eine nachhaltige Wirkung in der Region zu erzielen, müssen beide Bereiche eng verzahnt werden und sich gegenseitig ergänzen. Besonders bei der Förderung des Tourismus in seiner ganzen Breite können hier noch Reserven erschlossen werden. Dabei wird sehr viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den Vertretern der regionalen Gastronomie und Hotellerie gelegt, um den Fremdenverkehr als eine Form umweltverträglicher Naturnutzung zu fördern.

Von besonderer Bedeutung für die Regionalentwicklung ist auch die Mitwirkung an der Erarbeitung eines Landschaftspflegeplans in enger Abstimmung mit dem Landschafts-pflegeverband Harz e.V. Im Rahmen des Modellvorhabens Demografischer Wandel „Region schafft Zukunft“ beteiligt sich das Biosphärenreservat außerdem an einem Projekt zur Entwicklung und Einführung eines öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)- und Mobilitätskonzepts für die Region Südharz-Kyffhäuser.