Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat



Den Wandel gestalten


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Minister Dr. Hermann O. Aeikens

Im Großen und Kleinen, Veränderungen sind alltäglich.

Der Südharz ist nicht abgekoppelt von den vielfältigen Entwicklungen in Deutschland, Europa und weltweit.

Mensch und Umwelt müssen sich an diese Änderungen anpassen.

Die Region hat mit den Ereignissen 1989/'90 einen Strukturwandel erlebt, der tiefgreifende Einschnitte für die meisten Menschen hatte. Der Wechsel brachte positive aber auch negative Neuerungen mit sich. Persönliche Freiheit, Verbesserung der Lebensbedingungen sind selbstverständlich geworden. Der Verlust von Arbeitsplätzen und rückläufige Entwicklungen in den dörflichen Strukturen sind negative Aspekte.

Die Globalisierung der Wirtschaft führt derzeit und in Zukunft dazu, dass sich Lebens- und Arbeitsbedingungen weiter ändern werden.

Aber auch die natürliche Umwelt hat sich merklich gewandelt. Die Verbesserung der Luftqualität und die Ausweisung von Naturschutzgebieten mit besonders wertvollen Bereichen sind wichtige Beträge für den Erhalt der Natur.

Doch der bereits spürbare Klimawandel, die stark intensivierte Landwirtschaft und anderes mehr, sind Ursachen für den andauernden Verlust der biologischen Vielfalt. Im Biosphärenreservat  bestehen kleine, aber wichtige Rückzugsräume, in der sich die Natur ungestört entwickeln wird. Die Parzellen der Totalreservate sind zusammen mit anderen Schutzbereichen wichtige Mittel, um den weiteren Artenverlust zu verhindern. Dies ist eine Aufgabe des Biosphärenreservats.

Der Südharz wird durch das Biosphärenreservat jedoch keine abgeschottete Zone. Die Nutzung der Region durch Unternehmen und Einwohner hat ihren notwendigen Platz.

Die kommenden Herausforderungen an Mensch und Umwelt durch den stetigen Wandel will das Biosphärenreservat begleiten.

Welchen Beitrag kann es dafür leisten?

Die Biosphärenreservatsverwaltung kann nicht auf eigene Fördermittel zurückgreifen. Es ist aber möglich, zusammen mit den Mitarbeitern der Verwaltung, Gelder für Projekte zu erschließen. Es geht aber vielmehr um einen Prozess, der von allen Akteuren, Institutionen und Bürgern getragen werden soll. Bloße Absichtserklärungen reichen nicht aus. In einem Abstimmungszeitraum der letzten beiden Jahre, hat die Verwaltung des Biosphärenreservats Ideen bei den Einwohnern, Institutionen und Unternehmen gesammelt.

Das daraus entstandene Rahmenkonzept bündelt diese Ideen und wird eine Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Region.

Die feierliche Präsentation erfolgte am 10.10.2011. Dr. Hermann O. Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, begrüßte als Redner die Schaffung des Biosphärenreservats und verwies auf den Rückhalt der Landespolitik zur Schaffung einer vitalen Region.

 Allgemeines Ziel - das Leitbild - des Biosphärenreservats, soll ein beispielhaftes Miteinander von Mensch und Natur, in einer einzigartigen Region, sein. Die Region ist nachhaltig zu entwickeln, damit die Ressourcen der Landschaft und des Kulturraums entfaltet werden können.

Dazu wurden drei wesentliche Aspekte bestimmt:

1. Schutz der natürlichen und kulturellen Vielfalt

2. Regionalentwicklung und Tourismus

3. Bildung für nachhaltige Entwicklungen

 Diese Ziele sind mit einer großen Anzahl von Handlungsfeldern und Projektideen unterlegt.

Vier daraus entwickelte Leitprojekte sollen das allgemeine Ziel in lebendige Maßnahmen führen.

• Leitprojekt Streuobstwiesen

• Leitprojekt Vernetzung und Kooperation im Klimaschutz

• Leitprojekt Tourismus- und Informationszentren

• Leitprojekt Wertschöpfungskette Holz

 Die Umsetzung des Rahmenkonzeptes lebt von der Bereitschaft der Bewohner, Unternehmen und anderen Akteuren im Südharz. Die Verwaltung des Biosphärenreservats versteht sich als Moderator. Vieles kann gelingen, die Grundlage ist nunmehr vorhanden.

 
Als Druckwerk kann das Rahmenkonzept bei der Verwaltung des Biosphärenreservats eingesehen werden. Eine Kurzversion kann bei Bedarf mitgenommen werden.